Hanoi (Hauptstadt), Halong Bucht - Insel Cat Ba
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Hanoi schien uns nach unserer Ankunft aus Peking eine der hektischsten Staedte seit beginn der Reise. Autos sind kaum auf den Strassen zu sehen,
groesstenteils verkehren hier nur Mopeds und Motorraeder? Und dies in Maaaassen. Kulinarisch wie kulturell ist Hanoi jedoch sehr imposant. Archithektonisch sehr eindrucksvoll (natuerlich durch
franzoesische Einfluesse)!? geht
aber leider durch das hektische Strassengewimmel und der vielen aneinanderreihenden
Geschaeften, doch etwas unter. Zumindest in der Altstadt. Also nichts fuer schwache Nerven.
Anfang goennten wir uns ab und zu noch einen typischen Cyclo-fahrer, von dem wir auf einem
kleinen Wagen mit dem Fahrrad durch die Stadt kutschiert wurden. Als wir dann einen Ueberblick ueber die vielen wirr angelegten Strassen bekamen, gings dann aber nur noch zu Fuss auf Weg. Ein seeehr
guter Orientierungssinn ist in der Altstadt gefordert!
Anfangs hatten wir noch bedenken in die typischen Strassenrestis (in denen die hygienischen Bedinungen sehr niedrig sind) essen zu gehen. Wir wollten erst unsere Maegen staerken, obwohl sie ja schon
von der Mongolei gut gestaerkt sein sollten. Nach wenigen Tagen wurden diese Restis, bei denen man auf winizig kleinen Plastikhockern- und Tischen niedersitzt, eines unserer meist bsesuchtesten
Restis.
Aeusserlich vielleicht nicht sehr reizvoll, jedoch in punkto Essen ist es so gut wie immer
koestlich und einfach einmalig gewesen. Mit feinen Gewuerzen und Chilli :o) hmmm lecker! Und
nicht immer nur Reis sondern zur Abwechslung auch mal Noodels! Hin und wieder goennten wir uns natuerlich auch wieder noblige Restis, eines hatte z.B. eine super Dachterasse mit Blick ueber die
Haeuser und Den Huan Kiem See. Sonstig hatten wir immer allerlei zu tun in Hanoi, deswegen haben wir uns in Hanoi auch ueber eine Woche aufgehalten...trotz hektischen Strassengewimmel und staendigen
laerm(+g) fuehlten wir uns doch ueberraschend wohl. Wir besuchten das traditionelle Wasserpuppentheater, gingen ins nationalhistorische Museum, besuchten einen abgelgenen Markt, verschickten schon
unser erstes Paket mit warmen Klamotten (die wir jetzt ja nicht mehr wirklich brauchen) und ein paar Vietnameinkaeufe nach Hause, wimmelten nervige Strassenverkaeufer oder Cyclofahrer ab oder
chillten einfach nur am See.
Nach den ersten 3 Tagen in Hanoi gingen wir auf eine Bootstour an der Halong Bucht. Wir
wollten diese vorerst nicht buchen, da wir keinen Lust auf Massentoursimus hatten, jedoch
wollten wir uns diese bekannnt imposante Bucht nicht entgehen lassen.
Wir hatten Glueck, denn wir hatten eine Truppe von Leuten auf dem Boot die alle in
unserem Alter waren und alle recht die gleichen Interessen hatten, aus verschiedenen Nationalitaeten (NZ, S, GB, AUS, E). Dadurch war es eine voll chillige und lustige 3-taegige Bootstour. Die Halong
Bucht an sich, mit den tausenden aus dem Meer herausragenden Kalkfelsen, war richtig Maerchenhaft. Uebernachteten einmal auf der Insel Cat Ba und einmal auf dem Boot, was auf diesem urigen aus
dunklem Holz bestuecktem Bootl voll gemuetlich war. Auf der Insel Cat Ba gingen wir abends noch zum Strand etwas feiern mit einigen unserer Gruppe. War unser erster Kontakt mit Sandstrand auf der
bisherigen Reise. Am anderen Tag gabs auch noch eine Besichtigung von Kalksteinhoelen?
Die Tour war ufjedafall trotz „typischer Touriaktion“ laessig und vor allm net stressig ;o)
Lao Cai
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Zurueck von der Ha Long Bucht genossen wir die naechsten paar Tage noch in Hanoi, bevor
wir uns entschlossen am 31.10.08 das Hochland im Norden Vietnams abzuklappern. Dazu
benoetigten wir ca. 10 Stunden Zugfahrt ueber Nacht nach Lao Cai (an der chinesischen
Grenze). In Lao Cai blieben wir fuer 3 Tage wo wir mit dem Motorrad ein wenig die
herumliegenden Doerfer und Dschungel erkundigten. Danach entschieden wir nach Lai Chau weiterzuziehen. War umso spannender was uns dort erwartete, denn die Stadt wurde in unserem Reisefuehrer gar
nicht erwaehnt.
Lai Chau
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Die Fahrt dort hin ging 4h ueber den hoechsten Pass Vietnams (ca. 1900 M.ue.M)...wie man auf den Fotos erkennt waren diese
Strassen auch nicht immer geteert und die Berge hangen im Nebel...war richtig abenteuerlich die Fahrt. Vor allem mit dem alten Bus, in dem es auch noch hereinregnete. Und dies zu einer Zeit wo sich
ein Taifun ueber Nordvietnam naeherte. Was wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wussten. Die Stadt Lai Chau war auf jedenfall voll nett und
lieblich zwischen Ansiedlungen von Bergipfeln gelegen. Sehr
interessant war in Lai Chau, dass wir dort schon die ersten Bergvoelker der ethnischen
Minderheiten Vietnams, wie sie zum Markt schlaendern, sahen. Wie man auf den Fotos erkennt tragen viele der Bergvoelker noch ihre traditionelle Kleidung. Der Grossteil der ethnischen Minderheiten
Vietnams leben uebrigens in den Bergen des noerdlichen Hochlands. Gerade diese Voelker haben uns, wie natuerlich auch die Berge ;o), in den Norden gezogen.
Sa Pa
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Nach 2 Naechten Lai Chau, die wir mit Maeusen in einem schimmligen Hotel verbrachten,
fuhren wir mit dem Bus nach Sapa (liegt auf der Strecke von Lao Cai nach Lai Chau). Sapa ist die
hoechst gelegenste Stadt Vietnams (auf 1600 M.ue.M.). Dort hatten wir fast die ganze erste Woche dichter Nebel und Regen (wie man auf dem Foto unseres ersten Hotels erkennen kann) - Temperaturen
zwischen 10-15 Grad. In diesen Tagen erfuhren wir dann auch, dass ein Taifun ueber Nordvietnam zog...was in Sa Pa nur durch starken Regen und Wasserfaelle in der Stadt zu spueren war. Somit hies es
abwarten auf besseres Wetter. Zu dieser Zeit waren in Hanoi Teile der Altstadt ueberschwemmt und es gab dort sogar mehrere Tote. War keine passende Zeit diese Nachrichten mitzubekommen. Manuel
lag die ersten Tage im Bett, hatte sich bei den wechselnden Temperaturen erkaeltet.-) Waehrenddessen erkundigte ich schon ein wenig die Stadt. Und wechselte schon ein paar Saetze mit
verschiedenen Frauen, aus den umliegenden Bergdoefern, die zum Verkaufen jeden Tag bis zu 3h nach Sa Pa und wieder heimwaerts wandern. Goennten uns dann nach 3 Tagen Kaelte ein feines Zimmer mit
Kamin. Auf unserer Dachterasse neben unserem Zimmer hatten wir eine direkte Aussicht auf den hoechsten Berg Vietnams, den Fan Si Pan -mit 3143 M.ue.M.
Trekkingtour in die umliegenden Bergdoerfer
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Nachdem das Wetter nach einer Woche besser zu werden schien, gingen wir auf eine
4-taegige Trekkingtour zu den umliegenden Bergdoerfer der verschiedenen ethnischen
Volksgruppen. Dass war ein Spass, dort sassen nach einer Tageswanderung in den Doerfern mitunter bis spaet in die Naechte mit reichlich Reiswein, oft waren nur Frauen ausser Manuel in der Runde, also
recht trinkfeste Frauen *g*! Aber da gibt es eh genug Fotos u. Filmmaterial davon:-) Auf dieser Tour wanderten wir quer ueber Berge, Huegel und Fluesse, zwischen Reisterassen und Doerfer durch...bis
zu 6h/Tag...und lernten einige Besonderheiten der Voelker
(Doerfer - Volksgruppe: Lao Chai - Homong, Ta Van - Tzay, Ban Ho - Thai, Dao) kennen. Sahen dort eine unglaublich faszinierende Berglandschaft. War sehr beindruckend mitzuerleben wie die Menschen
hier Leben. Wie fleissig sie vor allem auf ihren Reisfeldern und anderen Arbeiten zur Nahrungserzeugung arbeiteten. Harte Arbeit mit viel Fleiss. Die Doerfer an sich sind auch voll urig...alle
Haeuser groesstenteils nur aus Holz oder Bambus. Der Lebensstil ganz einfach, schlicht und ausser einem Fernsehn war nicht viel mehr an Luxus zu sehen. Aber die Menschen sind gluecklich und leben mit
der Natur...was uns sehr faszinierte. Unser guide, eine 19-jaehrige aus dem Bergdorf Lao Chai, also eine Hmong, lernte uns einiges ueber deren Leben und Rieten. Was umso lehrreicher war und wir
dadurch innigeren Kontakt mit den Einheimischen hatten. In dem letzten Dorf Ban Ho, dass uns durch den wunderschoen angelegten Fluss sehr faszinierte, blieben wir nochmals eine Nacht laenger ohne
unsere Guidin. Konnten uns daher nicht mehr sehr gut mit der Familie, bei der wir uebernachteten, verstaendigen, somit gabs Fleisch und Leber zum
Abendessen und das was uebriggeblieben war nochmals zum Fruehstueck?hhhmm lecker *g*!!!
Waehrend dieser Trekking-Tour beauftragten wir unser Hotel waehrenddessen unser Visum zu
verlaengern, was scheinbar keeeiiin Problem sei. Als wir einen Tag vor
dem Ablauf des Visums jedoch von der Tour nach Sapa zurueckkamen, funktionierte es doch nicht. Somit mussten wir am naechsten Tag sofort zurueck
nach Hanoi die Visumverlaengerung beantragen. Dort hatten wir deshalb noch einige zusaetzliche Kosten, d.h. man kann die Verlaengerung nur bei
einem Touri-Office beantragen, muss aber dafuer etwas buchen, da sie sonst nicht die Verantwortung uebernehmen..etwas komisch aber wir hatten zu dieser Zeit wohl keine andere Wahl. (Kamen einige Tage
spaeter eh drauf, dass es stark ueberteuert war). Somit kauften wir schon unser Busticket durch ganz Vietnam, was wir eigentlich lieber mit dem Zug machen wollten. Sind ja mittlerweile top
Zug-Mitfahrer nach ueber 10.000 Km.
Lang Son
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Da wir also eine knappe Woche warten mussten, entschlossen wir erneut in den Norden zu gehen, diesmal aber in den Nordosten, Lang Son, kurz vor der Chinesischen Grenze. Das kostete uns nur 3 Stunden mit dem Bus und ein paar wenige Kroeten. Von dort fuhren wir mit Xe Om (Motorrad) noch ca. 45 Km zu dem "Dorf" Mau Son (auf dem Gipfel des hoechsten Berges in Lang Son). Dieses Dorf (ca. 50 Einwohner) hatte eigentlich ausser ca. 10 halb abgefallenen Villen und einer Strasse, die am Tag von ca. 2 Motorraeder befahren wird, nicht viel mehr zu bieten. Dieses Dorf kam uns vor wie ausgestorben....und durch die abgegammelten Villen und der staendigen Ruhe und dem zeitweise sehr dichten Nebel kamen wir uns vor wie in einem Geisterdorf. Mit Enlgisch war da oben natuerlich auch nix, gar nix!! Aber da wir ja schon ein paar vietnamesische Brocken (Woerter) beherrschten, konnten wir Essen und Zimmer bestellen:o) Das Hotel war ja auch schraeg...ein riesen altertuemliches Hotel in dem wir die einzigen Besucher waren...und am Abend assen wir mit der Familie ohne viel Verstaendigung zusammen. War voll hezig. Dies hat uns fuer 2 Naechte gereicht, bevor wir wieder nach Hanoi via Lang Son zurueckkehrten. Die Fahrt mit dem Motorradtaxi am letzten Tag vom Mau Son Berg nach Lang Son war auch heftig. Starke Regenfaelle und dichter Nebel auf teils ungeteerter einspuriger Strassee.
Ninh Binh inkl. Tour in den Nationalpark Cuc Phong
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Nach Erhalt unseres Visums in Hanoi, ging es los in Richtung Sueden. Wir fuhren in die ca. 100 km suedl. von Hanoi gelegene Provinzhauptstadt
Ninh Binh, von der wir die Wasserlandschaften von Tam Coc mit einem Fischerboot besichtigten. Hier sieht man wie die Reisfelder mit den Fluessen
verschwimmen, im Hintergrund die Kalksteinfelsen, die stark an die herausragenden Berge der Ha Long Bucht erinnerten. Am naechsten Tag gingen wir mit ausgeliehenem Motorrad in den Cuc Phuong Nationalpark
fuer eine 4-taegige Wanderung quer durch den Dschungel. Dies war unglaublich beeindruckend, ueber 1000 Jahre alte Baeume od. einfach nur 60m Riesen zu bestaunen. Es war jedoch ziemlich
anstrengend, denn die 16km/Weg sind nicht gerade mit einer Wanderung bei uns zu vergleichen, vor allem weil es die Nacht zuvor regnete u. alles rutschig war. Aber was erwartet
man sich schon von einem Dschungel, geteerte Strassen? Wir stiegen ueber riesige Steinbrocken und herumliegenden Baumstaemme, zwischen Lianen, Bambus und Riesenbaeume durch...auf und ab und auf und
ab, durch dichten teils vernebelten Urwald... Diese Wanderung erforderte natuerlich einen Guide, sonst haetten wir uns im Urwald verlaufen. Und da der noch recht ein zuegiges Tempo drauf hatte war es
umso anstrengender... In dem Dorf wo wir dann schliefen, verbrachten wir einige Stunden mit den geselligen Hausherren mit Reiswein trinken. Die Abende waren ziemlich sueffig, und nein sagen ist hier
fehl am Platz...dementsprechend betruken wurden wir dann auch...war ziemlich spasssig *g* Da wurde doch tatsaechlich schon beim Fruehstueck Reiswein dazu getrunken. Das erste Glas vor dem ersten
Bissen, aber Hallo. In diesem Dorf sassen wir jedoch nur mit Maenner zusammen und die Frauen abseits in der Kueche. Dieses Volk (Moung) schien uns jedoch abgesehen davon, am modernsten. In diesem
Dorf leben gerade mal 153 Menschen und diese groesstenteils auf Pfahlhaeusern. Wie schon in den vorherigen Bergdoerfern schliefen wir auch hier wieder am Boden...nur diesmal ohne Matraze, zusammen
mit der Familie in einem Raum. Hier wurde auch direkt am Boden gegessen...wie man es von nur einigen asiatischen Laender (indoneser?) kennt. War richtig urig, mitten im Dschungel, die vielen
Geraeusche der Tiere und Insekten in der Nacht, einfach herrlich zum einlschafen. Wir genossen diese Tage im Dschungel sehr. Nach diesen Tagen uebernachteten wir nochmals in Ninh Binh, danach ging es weiter in Richtung Zentralvietnam nach Hue und Nha Trang.
los trotamundos