Erster Stop in Moskau (2 Naechte) 04.09.2008
Bericht folgt villeicht noch:-)
Transibierische Eisenbahn und Aufenthalt am Baikalsee (06.-14.09.08)
Fahrt mit der transibierischen Eisenbahn quer durch Russland und Aufenthalt am Baikalsee
Hoi oder Sdrawstwujtje zem! (am 13.09.08)
Nach wunderschoenen 3 Tagen am Baikalsee (10.-13.09.08) gehts morgen frueh weiter nach Ulan Bator in der Mongolei, auf die wir uns nun natuerlich schon riesig freuen. Nach drei sommerlichen Tagen in Moskau (03.-06.09.08) hatten wir in Listvijanka am Baikalsee zwar weiterhin sehr schoenes sonniges Wetter jedoch kaeltere Temperaturen von 7 bis 20 Grad (nacht/tag). Konnten es uns zwar trotzdem nicht entgehen lassen im kalten See baden zu gehen *g* :o)! Wie gesagt ist die Internetverbindung hier sehr schwach, somit bleiben die Berichte kurz aber jetzt habt ihr zumindest ein paar Bilder aus der transibierischen Eisenbahn und vom Baikalsee. Aufjedenfall gehts uns praechtig und wir geniessen die Zeit in vollen zuegen! Alles weitere folgt!
Liebe Gruesse
Nicole und Manuel
Ulan Bator (Hauptstadt der Mongolei) 15.09.08
Sajm bajzgaa nuu!
Guten Tag miteinand! (am 16.09.08)
Sind gestern frueh gut in Ulan Bator angekommen. Diesmal hatten wir ja nur eine 30 stuendige Zugfahrt von Irkutsk hier her. Die Fahrt war diesmal aber ziemlich interessant. Konnten mal den mongolen beim schmuggeln Ihrer Ware zuschauen. Da war eine Hektik im Zug. 2 Stunden vor der Grenze wurde transportiert, verpackt und verstaut. Keine Ahnung wie die Einheimischen diese Mengen verstauten. Dementsprechend lange mussten wir dann an den Grenzen warten, ganze 5 1/2h an der russischen und dann nochmal 1 1/2 h an der mongolischen Grenze. Das schlimme daran war eher dass sie die WCs geschlossen hatten. Nach einem 5 stuendigen Schlaf sind wir dann endlich angekommen.
Haben dann auch gleich eine voll nett Familie mit Gaestehaus gefunden. Dass sich im Zentrum befindet. Da Ulan Bator nicht sehr gross ist haben wir uns hier im Zentrum schon recht schnell einen Ueberblick verschaffen koennen. Die Menschen hier sind auch um einiges freundlicher wie die Russen. Dies geniessen wir nach 10 Tagen Russland in vollen zuegen. Das Essen ist auch um einiges besser. Zumindest hier in der Stadt. Das Wetter ist wie schon bei den letzten Destinationen wunderschoen sonnig. Und sogar sehr warm bis heiss in der Sonne. Doch die Nacht ist um einiges kaelter, so um die 7 Grad. Kein Wunder wir sind hier auch auf 1400 Meter u. M. Da wir Dusche und WC draussen haben erledigen wir solche Sachen lieber tagsueber *g*!
Morgen frueh gehts endlich auf Tour. Unser 'Guest House Dad' der urspruenglich aus Zentralmongolei kommt hat uns super tipps gegeben, und organisiert und berechnet uns auch mehr oder weniger alles (Benzin, Proviant/Trinken,..). Mit mongolischem Fahrer, Jeep, Zelt, Campingutensilien und zwei Belgiern gehts dann ab in die Steppe und Wueste Gobi (naeheres unter "Aktuelles". Sind schon sehr gespannt. Berichte vom weiten mongolischen Land gibts dann somit erst in ca. 2 Wochen.
bajartaj, tschuess und machts gut!
Gruessle
Nicole und Manuel
Mongolei Rundreise, 18.09.08
Сайн ьайн уу -Sain bajn
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Guata Tag am 06.10.08
Unsere 16 Taegige Tour (Start war am 18. Sept.) durch die Mongolei ist nun leider schon zu Ende und wir sitzen nach 2700 km wieder einigermassen sauber, in einem zivilisierten Internetcafe (in UB), was aber nicht heissen soll dass wir es vermisst haben (wir Drecksspatzen:-) Mit 25L Wasser/Tag mussten wir auskommen fuer Geschirr waschen, sich selber und Kochen. Da sehr viel Fluesse und Seen inzwischen schon wieder ausgetrocknet sind hatten wir nur mit diesem kleinen "Tank" waschmoeglichkeiten. Sanitaeranlagen gibt es hier so oder so nicht. In diesem Land lernt man Wasser sparen! Pro Tag passierten wir ca. 1 bis 2 Doerfer, also gute Planung notwendig. Schaetzungsweise kriegt man alle 5 bis 20 Kilometer ein oder mehrere Gers einer Familie zu sehen. Bis auf zwei Uebernachtungen in einem traditionellen Ger (Jurte, siehe Bilder) hatten wir immer wieder traumhafte Campingspots an denen wir unsere Zelter und Lagerfeuer aufschlugen. Unter diesem traumhaften Sternenhimmel in der weiten Steppe, Wuestensteppe oder Schluchten waren es immer lange Abende vor dem waermenden Lagerfeuer.
Die Temperaturen waren in den ersten Tagen sehr heiss (ca. 25 Grad tagsueber und Nachts um die 15 Grad). Doch umso laenger unsere Tour ging, desto kaelter wurde es, da auch die Winde zeitweise sehr heftig waren. Die letzte Woche zelteten wir bei Nachttemperaturen im Zelt zwischen 3 bis 7 Grad. Ausserhalb vom Zelt also ca. um den Gefrierpunkt. Jedoch mit warmer Kleidung, kein Problem. Wir waren aufjedenfall die ganze Zeit ueber "pumperlgsund" ,"extrem-abwehrkraefte-testing" wie vermutlich unser Team B sagen wuerde. Ausser dass es Nicole am letzten Tag nach selbstgebratenen Yakfleisch mal gehoerig durchraeumte *g*...aber war halb so schlimm.
Die Tour war aufjedenfall gigantisch in allen facetten. Landschaftlich, kulturell, kulinarisch – zumindest einzigartig – einfach abenteuerlich!
Wir hatten ja nur ein Auto/Van mit Fahrer gemietet, der natuerlich kein Englisch konnte, was erneut Spass und jederzeit Ueberaschungseffekt garantierte. Der Fahrer war aufjedenfall ein sehr guter Fahrer und Mechaniker. Was auf solch holprigen und unuebersichtlichen "Strassen" auch notwendig ist. Er reparierte fuenf Reifenplatten und zwei scheinbar schwerere Defekte am Van.
Auch mit unseren zwei belgischen Mitreisenden (Team B) hatten wir sehr viel Spass!
Einige Tourdaten: Vorerst quer durch die Steppenlandschaft nach Mittelgobi. In Mandalgobi (Dorf unseres Fahrers) verbrachten wir die erste Nacht bei seiner Familie Zuhause (siehe Fotos). Wir hatten zwar uber Handhabung von Sitzen (Position), Essen, Verhalten etc. im Reisefuerer gelesen, jedoch gab es trotzdem immer wieder Fragen wie man sich in gewissen Situationen verhalten soll. Dort tranken wir auch unseren ersten Airag (vergorene Stutenmilch, Alkaholgehaltig), der sehr gewoehnungsbeduerftig ist!!
Auf dem Weg Richtung Suedgobi besuchten wir einen giganitisch rotleuchtenden Canyon (siehe Fotos).
Weiter Richtung Suedgobi Dalansadgad (Sum-Zentrum), hinein in “Gurwan Sajchan NP” die “Jolijn Am” Geierschlucht. Quer mit dem Auto durch enge Schluchten zu den maechtigen Sandduenen des "Chongor Els". Die bestiegen wir natuerlich auch.
In der Schlucht wie auch bei den Sandduenen ubernachteten wir jeweils eine Nacht (siehe Fotos).
Zurueck Richtung Norden “Bajangol” (od. Bajanzag???) wo wir eine Dinosaurierstaette im wunderschoen erneut-rotleuchtedem Duenengebiet besichtigten. Weiter auf dem Weg nach “Khara Korum” (alte Hauptstadt, Dschingis Khan) schliefen wir fuer eine Nacht mit den Zelten am Vorplatz der Eltern unseres Fahrers. Diese haben uns sehr nett empfangen und boten uns reichlich traditionellen Stutenmilch und Keksen die genau gleich schmeckten (es schmeckte schrecklich) an. Aber wir liessen uns nichts anmerken, dafuer bekamen wir zu unserem Pech am naechsten Tag noch mehr Kekse *g*. Der aeltere Vater sass am Abend noch zu uns ans Lagerfeuer und sprach leicht betrunken natuerlich nur mongolisch mit uns. Dass war ein Spass.
Am naechsten Tag weiter nach Zezerleg (sehr nette “Stadt”, 3. groesste des Landes mit 18.000 Einwohner), zum “Terchijn Zaraan Nuur” ein See der durch ein Vulkanausbruch entstanden ist (siehe Fotos). Und mehr oder weniger wieder retour Richtung UB mit Uebernachtung bei den Thermalquellen von “Schargaldshuut” wo wir uns nicht nur Duschen konnten, sondern ein heisses Bad im Freien geniessen konnten.
Vielleicht noch einige Stichwortartige Eigenschaften dieser Tour, da es sonst zu lange wird alles zu beschreiben: Sensationelle Gastfreundschaft, Neugierde der Mongolen vor allem der Kinder, geniale Sprache (tonal gesehen), Feuer machen auch mit Tierscheisse - dies lernten wir von Bejin (ich kenn jetzt Pferd, Ziegen, Schaf u. Kamelscheisse auseinander / da Holz nicht immer vorhanden war), tgl. 4 bis 6 Stunden Autofahrt, wenns mal nur holprige Strassen waeren wars ein Traum *g* (Durchschn. ca. 35km/h), kulinarisch vielleicht etwas eintoenig auf das sich jedoch, aufgrund allem, gut Verzichten liess. Genossen Getraenke wie Stutenmilch (Airag), Kamelmilchvodka, Ziegenmilch; Traditionelle Mahlzeiten wie Teigtaschen mit Ziegenfleisch oder andere Teiggerichte mit jeder Art von Fleisch. Vorbei an tausenden freilebenden Ziegen- und Schafsherden, Pferd- und Yakherden. Mal wurde ein Ziege in der Nacht von einem Wolf gepackt. Gigantisch die Tierwelt.
Wir fuehlen uns aufjedenfall in dieser weiten Landschaft, mit den netten Menschen die auch nur mit dem notwendigsten Lebensstandard sehr gluecklich sind/scheinen, sehr wohl. Dieses Land gibt uns ein unbeschreibliches Gefuel von Freiheit und zeigt uns vor allem wie gluecklich man auch ohne jeglichen Luxus sein kann.
An unseren letzten zwei Tagen schneite es noch (durften bei 0 Grad duschen). Es viel uns deshalb nicht so schwer weiter in den Sueden zu reisen. Jedoch werden wir dieses einzigartige Land mit deren Leute und Tierwelt schon sehr vermissen.
los trotamundos